Inklusiver Naturerlebnispfad auf dem Frankfurter Hauptfriedhof


Stadtnatur in Frankfurt am Main ist vielfältig und erstreckt sich auch auf den Hauptfriedhof. Als unbekannter Ort der Artenvielfalt wird er durch die Installation eines inklusiven Naturerlebnispfades noch attraktiver. Der Verein Wildnisbotin e.V. engagiert sich dafür, die biologische Vielfalt auf dem Hauptfriedhof bewusster erlebbar zu machen. So entsteht mit Unterstützung der KfW Stiftung ein inklusiver und naturnaher Aufenthaltsort mitten in der Stadt.

Ein Ort für alle

Der Hauptfriedhof ist nicht nur ein Ort der Stille und des Gedenkens, sondern auch ein Lebensraum für viele Tier – und Pflanzenarten. Gleichzeitig entwickelt sich eine veränderte Bestattungskultur: Immer mehr Flächen werden nicht mehr für traditionelle Bestattungen genutzt, sondern werden frei für neue, nachhaltige Nutzungskonzepte.

Artenreiche Gärten

In einem stillgelegten Bereich des Friedhofs entstand ein artenreicher Garten mit regionalen Stauden. Diese bieten Insekten, Vögeln und anderen Tieren einen Lebensraum.

70 Hektar Natur

Der Hauptfriedhof ist ein Rückzugs- und Erholungsort für Mensch und Tier. Seine zentrale Lage machen ihn zu einem idealen Ort für Naturerfahrungen und Umweltbildung – direkt vor der Haustür.

Besucherinnen und Besucher nutzen diesen Teil des Friedhofs aktiv als Parkersatz und kommen hierher, um in der Natur mitten in der Stadt zu verweilen. Die Bedeutung des 70 Hektar großen Areals als Rückzugs- und Erholungsort für Mensch und Tier in Zeiten des Artenschwundes und Klimawandels wächst immer mehr. Insbesondere die zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung macht den Hauptfriedhof zu einem idealen Platz für Naturerfahrungen und Umweltbildung.

Inklusion und Bildung: Natur erlebbar machen

Mit Unterstützung der KfW Stiftung werden fünf Informationstafeln installiert. Diese vermitteln auf interaktive, spielerische und barrierefreie Weise verschiedene Themen der Artenvielfalt und des Naturschutzes. Alle Stationsthemen beziehen sich auf Tiere und Pflanzen, die sich auf dem Friedhof entdecken lassen. Die Tafeln sind so gestaltet, dass sie durch verschiedene Sinne erlebbar sind. So wird der Friedhof zu einem Ort, der die Biodiversität fördert und zu einem inklusiven Lernort, der Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen anspricht.



Projektleitung

Pia Puljanic 

Friederike Loosen 


Bildnachweise:

01. Bild: Wildnisbotin e.V.