Frankfurt Moves!


Mit dem Programm Frankfurt Moves! leistet die KfW Stiftung, in Kooperation mit dem Frankfurt LAB, einen Beitrag zur Diversität der Kulturlandschaft in Frankfurt am Main.

Durch Residenzprogramme soll in Kooperation mit regionalen und internationalen Partnern multidisziplinär zeitgenössische Kunstproduktion gestärkt, kreative Nachwuchstalente individuell gefördert und interkultureller Austausch über Ländergrenzen hinweg angeregt werden. Die KfW Stiftung und das Frankfurt LAB laden dazu ein, neue künstlerische Produktionen im Bereich Darstellende Kunst zu entwickeln und gemeinsam mit anderen Kulturschaffenden in den Austausch zu treten.


Residenzprogramm 2022

Teilenhmende Künstler*innen werden für vier Wochen nach Frankfurt am Main eingeladen. Sie können auf professionelle Spielstätten des Frankfurt LAB zugreifen und erhalten dramaturgische und technische Begleitung. Zum Abschluss der Residenz können Arbeitsergebnisse öffentlich präsentiert werden.

 

Bewerbung und Auswahlverfahren


Für den Zeitraum 19. Juli bis 19. August 2022 werden insgesamt vier Residenzen am Frankfurt LAB vergeben. Nachwuchskünstler*innen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, bereits erste professionelle Produktionen zeigen konnten und in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Nahost ausgebildet wurden werden besonders berücksichtigt. Eine Fachjury entscheidet über die Vergabe.

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen und es werden keine Bewerbungen mehr angenommen.


This Is Not Lebanon

Festival for Visual Arts, Performance, Music and Talks


26.08. – 12.09.2021
Frankfurt LAB, SOMMERBAU
Künstlerhaus Mousonturm

Der Libanon hat in kürzester Zeit eine vierfache Katastrophe erlebt: Das Steckenbleiben der Revolution im Oktober 2019, die Hyperinflation als Folge eines bodenlosen Kursverfalls der libanesischen Lira, die Explosion im Hafen von Beirut im Sommer 2020 und zuletzt die Pandemie.

This Is Not Lebanon gab Künstler*innen, die sich der vereinfachenden Berichterstattung zur Lage im Libanon widersetzen und vielschichtige Perspektiven auf das Land entwickeln, eine Plattform. Das dreiwöchige Festival präsentierte im Mousonturm und SOMMERBAU in Frankfurt vor allem jüngere Protagonist*innen aus Performance, bildender Kunst, Choreografie und Musik.

Vier neue künstlerische Arbeiten entstanden im Rahmen Frankfurt Moves! – dem Residenzprogramm der KfW Stiftung und des Frankfurt LAB. Ghida Hachicho erforschte im SOMMERBAU mit vier weiteren Performer*innen die Dynamiken von Gruppenverhalten. Marwa Arsanios setzte ihre feministische Arbeit mit einer performativen Videoinstallation zu Fragen von Erbe, Eigentum und Wert fort. Bassem Saad befasst sich in seiner film- und textbasierten künstlerischen Arbeit mit der Verteilung von Gewalt und Lust und Ali Eyal setzt sich in seiner multidisziplinären Praxis mit zeitgenössischen Formen des Kampfes und der kollektiven Verletzung auseinander. Saad und Eyal stellten beide im Rahmen des Festivals erstmals performative Arbeiten vor.

Entwickelt und kuratiert von Matthias Lilienthal, Christine Tohmé, Anna Wagner, und den Mitgliedern des Ensamble Modern Jaan Bossier, Uwe Dierksen und Christian Hommel.

Dem Festival in Frankfurt folgte im Oktober 2021, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Libanon und dem libanesischen Kunstzentrum Ashkal Alwan, ein zweiter Festivalteil vor Ort in Beirut.


Partner

Seit seiner Gründung 2009 hat sich das Frankfurt LAB als ein unverzichtbarer Produktions- und Aufführungsort für zeitgenössische darstellende Kunst und Musik im Rhein-Main-Gebiet etabliert. Ziel seiner fünf Partnerinstitutionen Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern, Hessische Theaterakademie, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und Künstlerhaus Mousonturm ist es, das Arbeiten von international renommierten Ensembles mit der Förderung des künstlerischen Nachwuchses zu verknüpfen und Tanz, Choreografie, Performance, Theater und Musik in produktiven Austausch zu bringen. Hierfür bietet das Frankfurt LAB optimale Bedingungen: Auf hohem technischen Niveau und in geschütztem Rahmen können Künstler*innen auf einer 650 qm großen Szenenfläche und einer Studiobühne mit 300 qm absolut flexibel probieren und präsentieren.



Programmleitung

Daniela Leykam


Bildnachweise:

01. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/ Foto: Christian Schuller
02. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Hanke Wilsmann
03. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Hanke Wilsmann
04. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Christian Schuller
05. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Ali Eyal
06. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Bassem Saad, Sanja Grozdanic
07. Bild: Quelle: Frankfurt LAB, Urheber/Foto: Ghida Hachicho