
Konzert mit Antara, Bridges Kammerorchester Ensembles, moderiert von Martin Kersten
Zwischen Atem und Saite, zwischen Tradition und Experiment – Antara bewegt sich im Zwischenraum. Europäische Barockmusik, Tänze aus der Steiermark und aus Südamerika sowie traditionelle persische Musik bilden die Basis für vielfältige Klanglandschaften. Die Musiker*innen von Antara (Sanskrit: dazwischen) erkunden vertraute Melodien aus neuen Perspektiven und setzen mit ihrem Sound ungeahnte Schwingungen frei: „Transonance“ – eine durch ihre Transkulturalität entstehende neue Resonanz. Die Musik von Antara ist zugleich Echo der Vergangenheit und Ruf in die Zukunft und lädt ein, Schwellen zu überschreiten sowie neue Verbindungen zu schaffen. Antara ist ein Ensemble des Bridges Kammerorchester – The composing orchestra.
Besetzung
- Johanna-Leonore Dahlhoff Flöte
- Alireza Meghrazi Kamanche
- Maria Carolina Pardo Reyes Violoncello
- Sarah Luisa Wurmer Zither
Johanna-Leonore Dahlhoff ist Flötistin, seit 2016 künstlerische Leiterin von Bridges – Musik verbindet in Frankfurt und gründete 2019 gemeinsam mit Anke Karen Meyer das Bridges Kammerorchester. Auf ihren Konzertreisen als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin in zahlreiche Länder der Welt ist es ihr stets ein Anliegen, die Musiktraditionen des jeweiligen Gastlandes kennenzulernen. Seit 2015 ist sie auch als Komponistin und Arrangeurin aktiv, u. a. für das Bridges Kammerorchester.
Alireza Meghrazi begann zunächst Violine zu spielen, lernte zudem Kamanche und bildete sich in Harmonielehre, Komposition und Solfège weiter. Er trat in Rundfunk sowie Fernsehen auf und spielte im Rahmen seiner Orchestertätigkeit u. a. in renommierten iranischen Orchestern. Alireza Meghrazi wurde beim Teheran Musik Festival als bester Kamanche-Spieler sowie beim Volksmusik Festival als bester Komponist ausgezeichnet.
Sarah Luisa Wurmer prägt mit künstlerischer Vielseitigkeit und interdisziplinären Konzertformaten die aktuelle Zithermusik. Auf Diskant-, Alt-, Basszither und der mongolischen Wölbbrettzither Yatga erforscht sie Verbindungen zwischen Alter und Neuer Musik und entwickelt daraus eine zeitgemäße Ästhetik der Zither. Derzeit studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater München, ergänzt durch Aufenthalte am Mongolian State Conservatory in Ulaanbaatar und an der mdw Wien. Die Fanny Mendelssohn Förderpreisträgerin wird u. a. durch Stipendien des Max Weber-Programms des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Musikstipendium der Landeshauptstadt München gefördert und veröffentlichte ihr Debütalbum intimacy im September 2025 beim Label ES-DUR.
Maria Carolina Pardo Reyes ist Cellistin und Spezialistin für historische Aufführungspraxis. Im Rahmen ihrer Orchestertätigkeit spielte sie u. a. mit dem Göttinger Barockorchester, der Neuen Philharmonie Frankfurt, dem Philharmonischen Orchester Aschaffenburg und dem Bridges Kammerorchester. Zudem ist sie Mitglied des Duos Las Marías sowie des Artaria Streichquartetts und unterrichtet Violoncello in Deutschland sowie Argentinien.
Musikzimmer
Mit der Reihe „Musikzimmer“ schafft die KfW Stiftung eine neue Bühne für Musik und transkulturelle Begegnung. Beim Besuch der Konzerte bietet sich dem Publikum im historischen Ambiente der Villa 102 nicht nur ein Einblick in die Fülle der Musikkultur, sondern auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch über die Vielfalt von Komposition, Gestaltung und Instrumenten aus der ganzen Welt. Antara ist ein Ensemble der transkulturellen Musikinitiative „Bridges Kammerorchester – Musik verbindet“.
Moderiert von Martin Kersten. Martin Kersten gestaltet seit vielen Jahren als Musikredakteur und Moderator die Weltmusiksendung „Hörbar-Musik grenzenlos“ in hr2-kultur und weitere Kultursendungen des Hessischen Rundfunks. In der Vergangenheit hat er u. a. das Live-Format „Hörbar in concert“ an verschiedenen Spielstätten in Hessen betreut, mehrfach auch mit dem Bridges Kammerorchester.
Bridges Kammerorchester
Im Bridges Kammerorchester – The composing orchestra kommen Musiker*innen mit ihren Instrumenten aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen. Die Orchestermitglieder sind Expert*innen für arabische, persische und europäische Klassik, Jazz, zeitgenössische Musik, osteuropäische Folklore sowie diverse Formen zentralasiatischer und lateinamerikanischer Musik. Von ihren vielfältigen Persönlichkeiten ausgehend, komponieren und arrangieren die Musiker*innen ihre Stücke selbst. Was dabei entsteht, ist transkulturelle Musik.
Das Bridges Kammerorchester gab im August 2024 im Rahmen der Schleswig-Holstein Musik Festival sein Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg und wurde in das Bundesprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland 2024“ aufgenommen. Das 2024 erschienene Album *Complementarity* von Bridges Kammerorchester wurde für den Deutschen Schallplattenkritikerpreis 02/2024 in der Kategorie „Crossover-Produktionen“ nominiert. In den Jahren 2022 und 2023 wurde es für die Shortlist des Innovationspreises der Deutschen Orchester-Stiftung nominiert und erhielt den Deutschen Schallplattenkritikerpreis in der Kategorie Crossover-Produktionen (02/2021) für sein Debütalbum *Identigration*, das 2021 in Koproduktion mit dem hr erschien.
Mehr Informationen zu Bridges Kammerorchester finden Sie hier.
Bildnachweis:
KfW Stiftung / Salar Baygan
Antara Ensemble, Foto: Theresa Rundel
Fakten:
Datum: Mi, 28. Okt 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Villa 102 Bockenheimer Landstraße 102, 60323 Frankfurt am Main
Einlass um 17:30 Uhr.
Beginn: 18:00
(in deutscher Sprache)
Eintritt frei.
Die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.





