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Mutations


Mutationen durchdringen in ihrer Vielschichtigkeit unsere Welt, nicht nur im biologischen Sinne, sondern auch in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht: Sie sind transformativ, unvorhersehbar und manchmal unumkehrbar. Die Gruppenausstellung in der Villa 102 setzt sich in immersiven Medien-, Klang- und Videoinstallationen mit diesem Thema auseinander. Die Werkpräsentationen der sieben Denker*innen, Kunst- und Kulturschaffenden sind von neun Monaten interdisziplinärer künstlerischer Forschung geprägt. Sie hinterfragen die gesellschaftlichen Voraussetzungen in Bezug auf Gemeinschaft, Gesundheit, Politik, Technologie und Ökologie. Aus der Perspektive verschiedener Disziplinen wie Architektur, Kunst und Philosophie oder Komposition legt die Ausstellung die Konstruiertheit globaler Strukturen offen: Wer produziert, wer hat Zugänge und wer entscheidet? Deutlich wird ein kritischer Denkprozess mit der Ambition, bestimmende Narrative und Hierarchien sichtbar zu machen.

Mutations ist aus dem interdisziplinären thematischen Residenzprogramm hervorgegangen, das 2020/2021 als Kooperation der KfW Stiftung mit der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, umgesetzt wurde. Die Kunstwerke wurden im Rahmen des Residenzprogramms realisiert und erstmals 2021 in Stuttgart gezeigt. Für die Ausstellung in der Villa 102 ein Jahr später wurden die Arbeiten weiterentwickelt und suchen den öffentlichen Dialog. 

Teilnehmende Künstler*innen: Sabina Hyoju Ahn, Angela Anderson, Grayson Earle, Ana María Gómez López, Clara Jo, Maxwell Mutanda und Joana Quiroga.

Klicken Sie hier für den Trailer zur Ausstellung.

 

Begleitprogramm

  • Führungen - jeden Mittwoch, 18:00 - 18:45
  • Kuratorinnenführung mit Aperitif - 01.12.2022, 18:00 - 19:00
  • "Let's Wrap It Up!" Führung & Finissage - 11.12.2022, 14:00 - 17:00, Führung um 14:00-14:45

Die Kapazität ist begrenzt, eine Anmeldung für die Führungen ist erforderlich.
Sonderführungen für Gruppen auf Anfrage: veranstaltungen@kfw-stiftung.de

 


 

"Exhibiting Artistic Research"
Impulsvortrag von Dr. Brigitte Franzen, Senckenberg Museum Frankfurt, und Diskussion mit den teilnehmenden Künstler*innen

Neues Datum! Der Vortrag findet am 19. Dezember 2022 um 13:30 Uhr CET statt. 


Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Im Rahmen eines virtuellen Gesprächs gibt Dr. Brigitte Franzen einen kurzen Impulsvortrag über das Thema "Exhibiting Artistic Research". Daran knüpfen die teilnehmende Künstler*innen und erzählen aus ihren Perspektive als Kunst- und Kulturschaffende. 

Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit mit Dr. Franzen sowie die Künstler*innen in den Austausch zu kommen. 

Anmeldung ist erforderlich.

 

Dr. Brigitte Franzen (*1966) ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkten in der Museums- und Ausstellungsgeschichte und -theorie, sowie in der Landschaftstheorie. Sie ist seit 2021 Direktorin des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main. 2015-2021 war sie Vorständin und Geschäftsführerin der Peter und Irene Ludwig Stiftung, die weltweit mit 28 Museen und Institutionen der Bildenden Kunst und Archäologie verbunden ist. Davor leitete sie das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen. Sie war Kuratorin großer internationaler Ausstellungsprojekte wie der Skulptur Projekte Münster 2007, dem internationalen Referenzprojekt für Kunst im öffentlichen Raum, oder jüngst der Ausstellung „The Cool and the Cold“, einer Gegenüberstellung sowjetischer und US-amerikanischer Kunst des Kalten Krieges, die 2021 im Berliner Gropius Bau gezeigt wurde. Während ihrer Laufbahn begründete sie mehrere Archive: das Skulptur Projekte Archiv (seit 2005), das Videoarchiv des Ludwig Forums für Internationale Kunst (seit 2010) und das Ludwig Archiv (seit 2017). Heute ist sie auch für das Archiv des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums zuständig.

Franzen beschreibt ihren Ansatz als „forschendes Kuratieren“. Museen als außeruniversitäre Forschungsinstitutionen zu verstehen und forschungsgetriebene Ausstellungprojekte zu realisieren, ist ihr ein besonderes Anliegen. Gleichzeitig sind museale Narrative für sie experimentell, visuell, raumbezogen und transdisziplinär; Museen begreift sie als „dritte“ und „andere“ Orte der Teilhabe und Teilnahme.

 


 

Fotonachweis

01. Grafikgestaltung, Bureau069
02. Deliverance, Maxwell Mutanda, Foto: Jens Gerber
03. Gruppenfoto Mutations Stipendiat*innen, Akademie Schloss Solitude: (l.z.r.) Angela Anderson, Clara Jo, Maxwell Mutanda, Joana Quiroga, Sabina Hyoju Ahn, Grayson Earle. Nicht abgebildet: Ana María Gómez López
04. On Taphonomy, Ana María Gómez López, Foto: Jens Gerber
05. Parasitic Signals, Sabina Hyoju Ahn, Foto: Jens Gerber

Fakten:

Datum: Di, 15. Nov 2022, 13:00 Uhr

Dauer: 15. November - 11. Dezember 2022

Ort: Villa 102 Bockenheimer Landstraße 102, 60323 Frankfurt am Main


Öffnungszeiten

Dienstag-Freitag 13:00-19:00
Samstag-Sonntag 12:00-18:00
Montag geschlossen 

Eintritt frei 

 

Die Ausstellung wird von einem Audioguide begleitet. Sie können gerne Ihre eigenen Kopfhörer mitbringen (Plug-In). 

Wir empfehlen das Tragen einer medizinischen Maske.
Mögliche Regelungen im Zusammenhang mit der andauernden Pandemie werden hier bekannt gegeben.

 

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